Informationen zur Gemeinschaftsschule


Die Eichendorffschule auf neuen Wegen ... Gemeinschaftsschule

Warum hat sich die Eichendorffschule auf diesen Weg begeben?
 
Kein Kind darf verloren gehen - das ist unser Ziel!
 
Wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen mehr und mehr Verantwortung für den eigenen Lern- und Bildungsprozess  übernehmen. Dabei berücksichtigen wir ihre Individualität, ihr Alter und ihre persönliche Reife und unterstützen und begleiten sie kontinuierlich.
Das Planen von Lernprozessen in kooperativen Lernformen und ein selbstgesteuertes individuelles Lernen der Schüler ist Schwerpunkt unserer gemeinsamen Entwicklungsarbeit.
 
Unsere Gemeinschaftsschule ist eine inklusive Schule, welche die Jahrgangsstufen 1-10 umfasst.
Brüche in der Lernbiographie in den weiterführenden Schulen werden somit vermieden und unsere Kinder werden in ihrer Entwicklung konstant begleitet.
 
Wir wollen das Schulleben nach den Bedürfnissen der jungen Menschen gestalten und den Lernwunsch des Kindes in den Mittelpunkt stellen.
Alle Schüler lernen entsprechend ihrer Begabung, ihres eigenen Lerntempos und ihrer individuellen Lernziele. Wichtig ist dabei die intensive Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden sowie zwischen Lernenden und Lernenden, die wir durch vielfältige Programme erarbeiten.
 
Warum fühlen sich Lehrer, Eltern und Schüler so wohl an der Schule?
 
Wenn Schule wirklich Lebensraum sein soll, in dem man sich wohlfühlen, in dem man  zuhause sein kann, muss dieser Raum entsprechend freundlich und ästhetisch gestaltet sein. Dabei ist besonderer Wert darauf zu legen, dass die Kinder und Jugendlichen ihren eigenen Anteil dazu beitragen können. Dieser Gedanke war schon immer Prinzip unserer schulischen Arbeit. Persönliche Arbeitsplätze, Lerntheken, Computerarbeitsplätze und der selbstverständliche Umgang mit Präsentations- und Visualisierungsmedien sind wichtige Voraussetzungen für zeitgemäßes, schülerorientiertes Lernen. Die Schülerbücherei und Mediathek bietet Leseecken und  Hörspielecken. Das Atrium ist ein gerne aufgesuchter Ort der Stille und Entspannung.
 
Alle Gebäude unserer Schule sind mit Kunstwerken aus dem Kunstunterricht aber auch mit Werken professioneller Künstler gestaltet und erfahren von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft, aber auch von Besuchern hohe Beachtung und Wertschätzung.
 
Insgesamt erzeugt die  bewusste und liebevolle Gestaltung unserer Schulräume eine besondere Atmosphäre, die auch von Gästen immer wieder anerkennend wahrgenommen wird.
 
Wie arbeiten die Lehrer an der Eichendorffschule?
 
Lehrer werden zunehmend zu Lernbegleitern. Ihre Aufgabe heißt verstärkt: Hilfe zur Selbsthilfe. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern gilt es, regelmäßig Standortbestimmungen vorzunehmen, Ziele zu formulieren und in individuelle Entwicklungsschritte umzusetzen
 
Die Lehrkräfte
  • planen und organisieren das Lernarrangement und begleiten individuelle Lernprozesse
  • sind gefordert, die einzelnen Schüler zu betrachten, deren jeweilige Stärken und Schwächen herauszuarbeiten und bewusst zu machen, um alle individuell zu fördern und zu begleiten
  • sind gefordert, alle Schüler zu befähigen, ihr Lernen selbst zu steuern. Somit zielt der Unterricht mehr auf das Lernen als 
    Prozess und der Förderung von Individuen.
  • planen, initiieren, organisieren, begleiten und sichern individuelle Lernergebnisse.
  • nehmen die Talente und Interessen der Einzelnen wahr und gehen auf deren individuelle Bedürfnisse angemessen ein.
  • beobachten und beschreiben die Kompetenzen unserer Schüler, bewerten deren Leistungen und erläutern diese 
    transparent.
  • wenden vielfältige Formen der individuellen Förderung im Unterricht an:
  • verschiedene Sozial- und Arbeitsformen wie Plenum,   Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Einzelarbeit, Vortrag,  Gespräch, 
    Experiment, Spiel, Rollenspiel, Lektionenunterricht, Epochenunterricht
  • wählen unterschiedliche Formen des Unterrichts.
  • das Kollegium der Eichendorffschule wird durch Realschulkollegen ergänzt.
Wie arbeiten Schüler und Lehrer an der Eichendorffschule zusammen?
 
In unserer Gemeinschaftsschule bildet sich die Heterogenität der Gesellschaft ab. Wir sehen Heterogenität nicht als Problem sondern als Bereicherung, die auch in der Zusammensetzung fester Lerngruppen zum Ausdruck kommt. Unsere Schüler sollen einerseits die Möglichkeit haben, individuell und selbstorganisiert ihren eigenen Lernweg zu beschreiten. Dabei haben sie die Möglichkeit, innerhalb ihrer Lerngruppe, aber auch darüber hinaus, gemeinsam mit Partnern oder im Team zu lernen.
 
Es helfen ihnen dabei Kompetenzraster und differenzierte Lernpläne. Daraus entstehen Stärken-Schwächen-Profile, die Grundlage für ihre individuellen Entwicklungsschritte sind. Andererseits erachten wir jedoch die Zugehörigkeit zu einer festen Gruppe, um Bindung zu schaffen, für unverzichtbar.
„Beziehung ist der Schlüssel zum Erfolg“.
Deshalb achten wir darauf, dass der Klassenlehrer besondere Bezugsperson sein kann.
 
Wie wird an unserer Gemeinschaftsschule gearbeitet?
 
Grundlage für das Unterrichtskonzept sind der neue Bildungsplan 2016 und gemeinsam erstellte Kompetenzraster für Deutsch und Mathematik für die Klassenstufen 5, 6 und 7, gemeinsame Themenpläne für das Fach Englisch, die Fächerverbünde BNT und die Sachfächer Geographie, Geschichte und Biologie sowie einheitliche Arbeitsplanformulare (Transparenz) für die Klassenstufen 5-7.
 
Wichtige Eckpunkte sind:
  • alle Schüler der Klassen 5 bis 7 arbeiten mit einem gemeinsam entwickelten Lerntagebuch, in welches ein Schulplaner 
    integriert ist

  • Einführungsstunden sind der Ausgangspunkt für individuelles Lernen in der Arbeit mit dem Lernplan

  • zwei themenorientierte Projektwochen im Schuljahr
  • Verbindliche Elternberatungsgespräche am Sprechtag im Februar sowie zwischen den Pfingst- und Sommerferien, weitere 
    werden nach Bedarf vereinbart
  •  regelmäßige Besprechungen der Lehrkräfte zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung des Konzepts
Organisatorische Unterstützung:
  • Zusätzliche begleitende Unterstützung durch Päd. Assistentinnen, Jugendbegleiter und Lehrkräften in den Klassenstufen 5   
    bis 8
 
Konzept für eigenverantwortliches und selbständiges Lernen
 
In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch (eingeschränkt), BNT / Biologie, Geographie und Geschichte finden die Schüler im Lernplan Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad (G, M, E). Dies sind drei Lernfortschrittsstufen, die wir als grundlegendes, mittleres und erweitertes Niveau bezeichnen. (G = Hauptschule, M = Realschule, E = Gymnasium).
Die Aufgaben sind so gewählt, dass die Schüler sie selbständig und ihrem Lernniveau entsprechend bearbeiten können. Die Lernplanarbeit gliedert sich in gemeinsames (Einführung, Input) und in individuelles, eigenverantwortliches Lernen. Es wird in der Regel montags der neue Stoff der Woche in den Fächern Deutsch und Mathematik, sowie den Fächern Geographie, Geschichte und Biologie/BNT vorgestellt, erarbeitet und erklärt. Von Dienstag bis Donnerstag arbeiten die Schüler selbständig und eigenverantwortlich in meist 2-Stunden-Blöcken an ihren Lernplänen. Die Schüler entscheiden selbst über die Reihenfolge der zu erledigenden Aufgaben. Haben sie ein Fach vollständig bearbeitet, kontrollieren sie die Ergebnisse anhand vorliegender Lösungsblätter. Anschließend lassen sie sich die Vollständig- und Richtigkeit ihrer Arbeit vom Lehrer auf dem Lernplan bestätigen. Vorher bewerten sie den persönlich erlebten Schwierigkeitsgrad der Aufgaben mithilfe von Smilies.
Gibt es Fehler, überarbeiten die Schüler die Aufgaben. Dann widmen sie sich dem nächsten Fach bzw. den nächsten Aufgaben. Bei Schwierigkeiten oder Problemen mit dem Lernstoff helfen sich die Schüler gegenseitig oder suchen Hilfe beim Lehrer und Teampartner oder der pädagogischen Assistentin. Am Ende der Arbeitswoche bespricht der Schüler seinen Lernplan mit dem Lehrer hinsichtlich des Umfangs, der Qualität und eventueller Hausaufgaben.
Die Ergebnisse des eigenverantwortlichen und selbständigen Lernens und die erreichte Lernstufe werden zum Halbjahr und am Ende des Schuljahres bei Elternsprechtagen gemeinsam mit Eltern und Schülern besprochen.
Die Vorlage des Lerntagebuchs bei den Eltern erfolgt am Ende der Woche. Dabei erhalten die Eltern Informationen über den bearbeiteten Stoff und Hinweise bezüglich der Arbeitsweise, eventuelle Hausaufgaben und anstehende Leistungsnachweise.
Die erreichten Kompetenzen und der Stand der Lernentwicklung werden zum Halbjahr und am Ende des Schuljahres in sogenannten Lernentwicklungsberichten festgehalten.
Diese Auflistung der erarbeiteten Kompetenzen bzw. der Lernfortschritte dient als Grundlage für Gespräche zwischen Schülern, Lehrern und Eltern über den Lernerfolg bzw. den aktuellen Lernstand.
 
Welche Abschlüsse sind an der Eichendorffschule möglich?
 
Die Gemeinschaftsschule besteht aus den Klassenstufen 1 bis 10. Der qualifizierte Hauptschulabschluss kann nach den Klassen 9 oder 10 abgelegt werden, die Mittlere Reife nach Klasse 10, in diesem Schuljahr noch nach dem Bildungsplan der Realschule. Falls mindestens 60 Schüler pro Jahrgang für eine Klassenstufe 11 vorhanden sind, kann eine Schule eine dreijährige gymnasiale Oberstufe einrichten und das Abitur anbieten.
 
Wie werden Leistungen der Schüler bewertet?
 
Schülerleistungen werden durch differenzierende Rückmeldungen über den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand der Kinder beurteilt. Zum Schulhalbjahr und am Ende des Schuljahres erhalten die Schüler eine schriftliche Information über ihre Leistungen und auch darüber, auf welchem Niveau die Leistungen erbracht wurden. Nur noch auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern werden Noten genannt.

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