Baugeschichte


Die "Crailsheimer Heimatpost" schrieb im Januar 1965:

".... Innerhalb von genau vier Wochen wurden in Crailsheim zwei Schulen eingeweiht, die nicht nur die größten in der Stadt und Kreis sind, sondern gewiß auch zu den schönsten, modernsten und bestausgestatteten in weitem Umkreis gehören. .... Es sind die Kreis-Berufsschule am Nordausgang und die Eichendorff-Schule am Westausgang der Stadt.

.... Sie kostete rund 4,3 Millionen DM, ist der 50. Schulhaus-Neubau im Landkreis Crailsheim und die größte Schule im Kreis. Der Crailsheimer Architekt Erwin Waldmann baute als Gewinner eines Wettbewerbs den Schulkomplex, der aus einem Hauptbau in Atrium-Form (mit einem entzückenden Innenhof), drei Pavillon-Bauten, einem gesonderten Musiksaal und einer Turnhalle besteht. .... Diese neue Schule, welcher der Gemeinderat den Namen des schlesischen Dichters Eichendorff gab (weil in diesem Wohngebiet viele Vertriebene leben), stellt das non plus ultra einer Volksschule dar. Die rund 600 Schüler und 24 Lehrer verfügen über mehr als drei Dutzend Räume, darunter 18 Klassenzimmer. Eine abstrakte Plastik von Rainer Binder aus Schwäbisch Hall steht am Weg zum Haupteingang - sie wird die Gemüter noch einige Zeit bewegen. Den Innenhof schmücken 5 Brunnen, die ihr Wasser bei einer Reiherplastik zusammenführen; der Bildhauer Fritz Melis schuf, zusammen mit dem Gartenarchitekten Anuschek aus Schorndorf, auch diese hübsche Anlage. Von dem jungen Crailsheimer Maler Jörg Pfauth stammt ein Glasmosaik im Musiksaal, dem Crailsheimer Künstler Cornelius Sternmann eine Anzahl Bilder in den Räumen. Zwei Rektoren nahmen bei der Einweihung am 15. Januar die Schlüssel entgegen: Rektor Helmut Deißer für die Volksschule und Rektor Eugen Beck, dessen Sonderschule in den Pavillon-Bauten über 4 Klassenräume verfügt.

... Wenn der Frühling nach diesem Winter ins Land gezogen sein wird, werden diese beiden Schulen Sehenswürdigkeiten auch für den Besucher von auswärts sein."

Daten:

1960  Erwin Waldmann aus Gröningen gewinnt den Architektenwettbewerb für den Schulhausneubau im Westen der Stadt Crailsheim

1961  im August ist Baubeginn, 14 Tage vor dem Volksfest

Baubeginn Pavillon
Baubeginn Pavillon
Baubeginn Hauptgebäude
Baubeginn Hauptgebäude

1962  am 20. Juni ist Richtfest

1964  am 7. Januar wird der Hauptbau bezogen, am 23. April erhält die Schule ihren Namen


Hauptgebäude Breslauer Straße
Hauptgebäude Breslauer Straße
Musikpavillon
Musikpavillon

1965 am 15. Januar ist offizielle Einweihung


Blick ins Atrium
Blick ins Atrium
1993 – 1995   findet die Schulhauserweiterung statt. Im Bereich des Hauptgebäudes entsteht eine großzügige Aula sowie zusätzliche Klassen- und Fachräume. Die Grundschulpavillons bekommen einen gemeinsamen Eingangsbereich und 6 weitere Klassenzimmer. Die zweijährigen Erweiterungsbaumaßnahmen finden parallel zum schulischen Alltag statt und sind eine wahre Meisterleistung des Architekten und der beteiligten Handwerker. Der Schulbetrieb wird nur am Rande durch Baulärm und -staub gestört und gerne in Kauf genommen, denn jedem ist schnell klar, welch neue "Schmuckstücke" da entstehen. 

eds-neubau-1_new.jpg
eds-neubau-2.jpg
eds-neubau-4.jpg
Die Aula heute
Die Aula heute
empty